„Aus dem Nebel eines gestrandeten Schiffs taucht BRUNO auf, ein Seufzer bleibt zurück. Ein Sturz in ein Innehalten. Ein Loch. Etwas, das nicht passieren wird, und ein Hauch von dem, was nicht stattgefunden hat. Ein Geisterspuk. Wir lassen uns sinken, um gemeinsam zu seufzen, zu ruhen, zu pusten, uns umzusehen, um gemeinsam traurig zu sein. Um nicht zu viel zu tun. Um einen Schritt beiseitezutreten, um einen überrumpelnden Moment vorbeiziehen zu lassen, um unsere Gedanken entlang einer Pause zu verflechten und sie in eine Pause zu schmiegen. Um zu bremsen, gemeinsam. Um auszuruhen, um zusammen von einer Versammlung abwesend zu sein. Um einen Gedanken zu streicheln. Um dort zu verweilen. Um sich nicht um den Flow zu kümmern, Dinge zu tun, ganz umsonst. Kein Schreiben von Scores oder Protokollen, ein Warten, ein Aufhören, nicht auszufüllen, das Erfüllen zurückzuhalten, neben unseren Schuhen zu tanzen. Eine Hand zu öffnen und loszulassen, nicht zurückzuhalten, aufzulockern, zärtlich zu unterstützen, zu entlasten. BRUNO ist ein Hervorgehen eines Stücks ohne Ende, ein Gewebe aus Freundschaften, aus zusammengeschusterten Lieben. Angesiedelt in einem seit Kurzem (oder vielleicht nie) unbewohnten Ort der Sprache entfaltet BRUNO einen allumfassenden, leuchtenden Raum.“
Das Tanzstück, das nach dem Lichtdesigner Bruno Pocheron benannt ist, mit dem Alix Eynaudi seit 2005 eine intensive Arbeitsbeziehung pflegt, lässt eine clusterartige Lichtskulptur entstehen, die sich durch das Sounddesign von Paul Kotal in ein Musikinstrument verwandelt. BRUNO führt Bewegungsabläufe zusammen, in denen sich Hugo Le Brigand, Mark Lorimer und Alix Eynaudi in Bilder, Beschwörungen, Anrufungen einzuschmiegen scheinen, ohne diese jemals ganz zu vollenden: ein ständiges Oszillieren zwischen Figuration und Abstraktion. In diesem Laboratorium probieren die Tänzer*innen die Bewegungen an, als ob es sich um Kleidungsstücke handeln würde, und hinterfragen deren Konturen, Grenzen und Texturen in einem dialogischen Modus. Die Bilder und Imaginationen, die sie aufrufen, scheinen zu vibrieren, bis sie passen, sich unterstützen oder sich verflüchtigen. BRUNO erprobt Formen der Begegnung auf der Bühne, in denen Licht, Klang und Tanz nebeneinander existieren und Schatten multipler Möglichkeiten vorauswerfen.

Alix Eynaudi tanzt, arbeitet und schreibt zwischen Handwerk und Chaos in einem (meist) fröhlichen Durcheinander. Dabei ist sie nicht allein; jede Veranstaltung, Recherche oder Einladung ist ein Alibi, um Zeit mit Kompliz*innen zu verbringen, ein Geflecht von Freundschaften, die unter der Haut funkeln, ein Rühren einer wundersamen Unterstützung. Sie ist spezialisiert auf „(deep) choreographic hanging out sessions“.

***

BRUNO emerges from the mist like a stranded ship, a sigh left hanging in the air. It cascades away and leaves a pause. A piece of a hole. Something that doesn’t happen. A breeze of what didn’t take place. A haunting. To let ourselves be haunted, to sigh together, to stop, to blow, to turn around, to be sad together. To not do much. To step aside, to let a rumbling moment pass, to weave our thoughts against a break, to nestle inside a break. To take a break together. To rest, to be absent from an event, together. To caress a thought. To rest, to stay there. To not worry about creating a flow, to do things in vain. To not write scores, protocols, to wait, to stop, to not fill in the gaps, to leave blanks, to dance next to our shoes. To open a hand and let go, to not hold back, to lighten, to tenderly support, to relieve. BRUNO is the emanation of a piece without end, a cloth made of friendships and loves cobbled together. Located in a recently (or perhaps never) uninhabited linguistic space, BRUNO unfurls, unfolds its over-exposures.’
Named after the light designer Bruno Pocheron, a collaborative partner of Alix Eynaudi since 2005, the piece features a cluster-like light sculpture which sprouts and transforms itself into a musical instrument through the sound design of Paul Kotal. BRUNO is a dance piece that brings together a series of movements while Hugo, Mark and Alix seem to nestle between images, evocations and invocations, never quite completing them and constantly oscillating between figuration and abstraction. In this laboratory atrium, the dancers try the movements on as if they were clothes, challenging their contours, boundaries, and textures in a dialogical mode in which the image/notion conjuring vibrates until it fits, comforts, and finally swirls away. BRUNO tests forms of encounter on stage in which light, sound and dance co-exist, casting shadows of possibilities.

Alix Eynaudi dances, works and writes between craft & chaos in a (most of the time) joyful mess. She doesn’t work alone; any event, research, or invitation is an alibi to spend time with accomplices, a mesh of friendships scintillating under skins, a stirring of full-of-wonder support. She specialises in (deep) choreographic hanging-out sessions.

Alix Eynaudi

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TQW Halle G

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